Christian Hiersemenzel zu Reinhard Meyer
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Kommentar Christian Hiersemenzel zu Reinhard Meyer

ßer Spesen nichts gewesen? Die FDP-Landtagsfraktion sparte nicht mit Kritik, als sie Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer am Dienstag vorwarf, seine Reise nach Kopenhagen aus rein wahltaktischen Gründen unternommen zu haben.

Das kann man schnell behaupten, geht aber am Thema vorbei. Auch wenn das Bundesland am 7. Mai ein neues Parlament wählt, muss die Landesregierung doch weiterhin arbeitsfähig bleiben. Dazu gehört es, längst politisch beschlossene Vorhaben wie den Bau eines Fehmarnbelttunnels voranzutreiben und Kontakte zu neuen Kollegen zu verbessern.

 Nachdem der Däne Olesen kürzlich für markige Schlagzeilen gesorgt hatte, indem er seinen Kieler Kollegen in Berlin für vermeintliche Versäumnisse anschwärzte, hätte Meyer auf stur schalten können nach dem Motto: nach mir die Sintflut. Wer weiß schon, wie das künftige Kabinett aussehen wird? Wer kann schon sagen, ob die SPD auch über die Wahl hinaus noch das Verkehrsministerium führt?

 Das hat Meyer aber nicht. Er setzt auf Kontinuität, weil ein Ministerium eben nicht nur nach taktisch politischen, sondern auch verwaltungsfachlichen Gesichtspunkten geführt werden muss. Dazu zählt Verlässlichkeit. Und man darf getrost davon ausgehen, dass Schleswig-Holstein seine dänischen Nachbarn auch nach der Landtagswahl beim Bau eines Fehmarnbelttunnels unterstützt. Dass grüne Projektkritiker das Verkehrsressort übernehmen, ist unrealistisch.

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