Jürgen Küppers zum Busfahrer-Streik
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Kommentar Jürgen Küppers zum Busfahrer-Streik

Sollten Kommunale Arbeitgeber und Gewerkschaften am Donnerstag in der mittlerweile vierten Verhandlungsrunde nicht endlich „zu Potte kommen“, droht Lübeck, Flensburg und vor allem Kiel der Verkehrsinfarkt.

Kiel. Denn der Frust unter den Beschäftigten sei hoch genug, sagen Gewerkschafter und Betriebsräte. Weil das aus ihrer Sicht wohl so ist, seien die Fahrer jetzt offenbar auch zum Äußersten bereit: einem unbefristeten Streik mit unabsehbaren Folgen eines dann kollabierenden Nahverkehrs. Vorher müssten sich dafür zwar erst noch 75 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung aussprechen. Doch das dafür nötige Frustpotenzial, dieses Quorum auch zu erfüllen, sei jetzt vorhanden.

Das entspricht zwar der üblichen Drohkulisse in Tarifkonflikten. Doch der angestaute Zorn und dessen Folgen sind schon länger erkennbar. Die Fluktuation unter den Fahrern ist in vielen Nahverkehrsunternehmen hoch, neues Personal schwer zu bekommen. Ein Wunder ist das nicht: Die Taktung der Fahrpläne ist enger geworden, die Belastungen durch mehr Verkehr und Baustellen zerren ebenso an den Nerven wie pöbelnde Fahrgäste, die ihren Stress an Fahren auslassen. Wir können nicht mehr zahlen, weil wir sonst privaten Verkehrsunternehmen gegenüber nicht wettbewerbsfähig wären, argumentieren die kommunalen Arbeitgeber. Selbst wenn es so sein sollte, zeigt es vor allem eins: dass etwas schief läuft im ganzen System.

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