Ulf B. Christen zur Wohnungsnot
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Kommentar Ulf B. Christen zur Wohnungsnot

Die vertrauliche Prognose für den Wohnungsmarkt könnte kaum dramatischer sein. Schleswig-Holstein schlittert in eine Wohnungsnot, wenn nicht ab sofort und im Akkord neuer Wohnraum geschaffen wird. Das gilt insbesondere für Kiel und andere Städte, aber auch für ihr Umland und selbst ländliche Regionen.

Kiel. Damit ist bereits heute klar, dass die Wohnungsfrage in den nächsten Jahren auf der landespolitischen Problem-Agenda weit nach oben rutschen muss. Ein festes Dach über dem Kopf darf in Schleswig-Holstein kein Luxus sein. Es muss ein Grundrecht bleiben.

Die nächste Landesregierung sollte daher, unabhängig vom Ausgang der Wahl, in die Puschen kommen. Sie muss das Zuständigkeits-Klein-Klein innerhalb der Exekutive beenden und eine Art Chef-Baumeister ernennen. Angesichts der Herkulesaufgabe sollten zudem viele Standards auf den Prüfstand. In Kiel, wo Wachtelkönig und Wasserfenchel keine Rolle spielen, könnten Öko-Auflagen für einige Jahre ausgesetzt und Planungsverfahren beschleunigt werden.

Angesichts der drohenden Wohnungsnot wäre es an der Zeit, nach dem Verkauf von Landes- und Kommunalwohnungen die Kehrtwende einzuleiten. Das Land könnte eine Wohnungsbaugesellschaft gut gebrauchen und Städten wie Kiel bei der Gründung solcher Gesellschaften helfen. Die Zeit des Lamentierens muss vorbei sein. Schleswig-Holstein braucht Wohnungen – und das fix.

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