Geburtshilfe und Kinderstation erhalten
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Appell der Hebammen Geburtshilfe und Kinderstation erhalten

"Wir sind tief erschüttert", sagen die Beleghebammen der Eckernförder Geburtsstation. Dass nach der Schließung der Kinderabteilung auch der Fortbestand der Entbindungsstation bedroht ist, zerrt an ihren Nerven. Mut macht ihnen hingegen, "dass sich langsam etwas tut in der Politik".

Sind mit viel Herzblut als Beleghebammen dabei: (v.l.) Helen Wolter, Susi Hindersmann, Silke Hoffmann-Timm, Anke Baß, Goda Messner, Lena Gieseke und Annkathrin Brien.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Lange haben die Hebammen geschwiegen in der Diskussion um den Fortbestand der kinderärztlichen Belegabteilung (Kinderstation), die Anfang November ihre Arbeit eingestellt hat, und der Zukunft der erfolgreich laufenden Geburtsstation, deren Belegmodell nach einer Gesetzesänderung jetzt neu geprüft werden muss. Am 27. März will der Kreistag über den weiteren Weg beschließen. Erst 2013 hatte er entschieden, Kinderstation und Geburtshilfe auf stabile Füße zu stellen.

Für die Hebammen ist klar: Ohne die Kinderabteilung würde ein Teil des Erfolgskonzepts der Geburtsstation wegbrechen. Außerdem befürchten sie, dass dann - auch aus politischer Sicht - der Fortbestand der Geburtsstation gefährdet sein könnte. Das aktuelle Konzept der kinderärztlichen Versorgung sehen sie als Übergangslösung: Es müsse wieder eine vollwertige Kinderabteilung entstehen.

Die Eckernförder Geburtsstation ist ein Vorzeigemodell. Seit 2013 konnten die Geburtenzahlen auf jetzt über 800 kontinuierlich gesteigert werden. Die 1:1-Betreuung der Mütter durch Hebammen ist eine Besonderheit. Erst kürzlich wurde die geburtshilfliche Abteilung zur beliebtesten Imland-Station gekürt. Für die Hebammen ist das auch ein Verdienst des guten Teamgeistes aller Beteiligen von den Ärzten bis zu den Schwestern. "Wir brennen alle für diese Station."

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