Neues Lehmann-Flaggschiff erstmals im Nord-Ostsee-Kanal
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Zur Endausrüstung Neues Lehmann-Flaggschiff erstmals im Nord-Ostsee-Kanal

Das neue Flaggschiff der Lübecker Reederei Hans Lehmann ist am Freitag erstmals durch den Nord-Ostsee-Kanal gefahren. Die Premiere erfolgte für die „Ina Lehmann“ jedoch als Schleppzug.

Die "Ina Lehmann" wurde auf dem Weg in die Niederlande durch den Nord-Ostsee-Kanal geschleppt.

Quelle: Frank Behling

Lübeck. Der noch fahruntüchtige Neubau befindet sich am Haken des niederländischen Schleppers „Isa“ auf der Überführung von einer Werft in Stettin zur Werft Royal Bodewes in Hoogezand in den Niederlanden. Bei der Werft nahe Groningen soll die „Ina Lehmann“  bis zum Sommer in Betrieb genommen werden. Das Schiff wurde in Polen zuvor auf einer Werft mit der Maschine und einem Großteil der Technik ausgerüstet.

In den Niederlanden erfolgt nun die Endausrüstung für die Erprobung und Ablieferung des Schiffes. Mit einer Tragfähigkeit von 4700 Tonnen wird die rund  90 Meter lange „Ina Lehmann“ das größte eigene Schiff in der Flotte der Reederei Hans Lehmann sein. Mit der Vergabe des Auftrags an die niederländische Werft kehrt das Unternehmen wieder nach Europa zurück, nachdem zuvor auch zwei Schiffe aus  China in die Flotte übernommen wurden. Sie waren aber qualitativ nicht auf dem Niveau wie die Angebote der europäischen Werften. Deshalb fiel jetzt beim ersten reedereieigenen Neubaus seit 16 Jahren wieder die Wahl auf eine europäische Werft. Die Entscheidung für die niederländischen Werft Royal Bodewes ist auch aufgrund der guten Erfahrungen anderer deutscher Reeder mit diesem Schiffstyp gefallen. 

Die Werft bot zudem auch den Bau eines extrem umweltfreundlichen Schiffes an. Der Dieselmotor der „Ina Lehmann“ ist laut Reederei so ausgelegt, dass er alle Vorgaben beim Umweltschutz erfüllt. Sogar die Vorgaben IMO Tier III sollen später beim Ausstoß der Abgase durch neue Filtertechnik bereits erfüllt werden.

Heimathafen des Frachters wird jedoch nicht Lübeck. Die Reederei wird das Schiff unter der Falgge von Antigua und Barbuda aus der Karibik betreiben. Am Bug wird aber das Holstentor die Zugehörigkeit zur Hansestadt symbolisieren.

Getauft werden soll die „Ina Lehmann“ im Sommer in Lübeck. Es wird dann der zweite Frachter in der 91-jährigen Geschichte der Reederei Hans Lehmann mit dem Namen „Ina Lehmann“ sein. Das 1981 in Hamburg gebaute Frachtschiff „Ina Lehmann“ fährt heute als Frachter „Amira“ für eine Reederei aus dem Libanon im Schwarzen Meer und im Mittelmeer. 

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