So kommentiert das Netz den Kieler Tatort
Tatort Kiel
Klein Mittel Groß

Borowski im Darknet So kommentiert das Netz den Kieler Tatort

9,19 Millionen Zuschauer verfolgten am Sonntagabend den Kieler Darknet-Tatort "Borowski und das dunkle Netz". Im Netz sorgte der Internet-Krimi für viel Gesprächsstoff. Nicht zuletzt, weil auch die Landespolizei mittwitterte.

Beim Kieler Tatort führte eine Verfolgungsjagd Ermittlerin Sarah Brandt (Sibel Kelilli) bis aufs Spielfeld und in die Umkleidekabinen des THW Kiel.

Quelle: Uwe Paesler (Archiv)

Kiel. Mithilfe einer Expertin des Landeskriminalamtes für digitale Spuren und einem erfahrenen Mordermittler kommentierte das Social-Media-Team der Polizei den Film, in dem Klaus Borowski und Sarah Brandt im Fall des ermordeten LKA-Chefs für Cyber-Crime ermittelten.

Mit Zahlen und Fakten zu Tötungsdelikten, Aufklärungsquoten und Infos zur Polizeiarbeit außerhalb der Filmwelt setzte die Polizei einen Kontrast zum teils skurrilen Geschehen auf dem Bildschirm. Wer einen humorvollen "Fakten-Check" wie den der Münchner Beamten im vergangenen Oktober erwartet hatte, wurde enttäuscht. Mit dem Kommentieren einzelner Szenen hielt sich die Kieler Polizei zurück.

Stattdessen nutzte sie die Gelegenheit für Aufklärungsarbeit.

Auch auf Fragen der Nutzer antworteten die Beamten zuverlässig.

Am meisten punktete die Polizei bei ihren Followern aber mit ihrem Äquivalent zum "Pizza-Button" aus dem Film.

Die Zuschauer auf dem Sofa hatten vor allem Spaß daran, das Drehbuch und dessen Logik zu diskutieren.

Und besonders einer verfolgte die Kommentare gespannt: Regisseur David Wnendt.

Seine vermutlich größte Herausforderung während der Dreharbeiten war diese Szene mit 10.000 Fans in der Sparkassen-Arena bei einem Spiel der Handballer vom THW Kiel. Sie war im Juli beim Abschiedsspiel von Dominik Klein gedreht worden.

Die in der Halle gedrehten Szenen sorgten ebenfalls für Gesprächsstoff im Netz.

Vor allem die Tatsache, dass während des Spiels der Handballer alle Kabinen in den Katakomben von nackten Frauen belegt waren, wurde rege kommentiert.

Für THW-Fans war Maskottchen Hein Daddel der heimliche Hauptdarsteller.

In ihrer Bewertung des vorletzten Kieler Tatorts mit Sibel Keklilli waren die Zuschauer schließlich geteilter Meinung.

Am Ende blieb nur eine Frage:

Voriger Artikel Nächster Artikel

Mehr zum Artikel

„Borowski und das dunkle Netz“

Der „Tatort – Borowski und das dunkle Netz“ am Sonntagabend ist schwarzhumorig erzählt und mitunter nichts für schwache Nerven. Er erinnert in guten Momenten sogar an Filme von Quentin Tarantino und den Coen-Brüdern – hat aber auch seine Schwächen. Ob sich das Einschalten lohnt, lesen Sie hier.

mehr